micromobility expo 2020, 14. - 16. Mai
micromobility expo News

Ausstellerstatements

Statement von Jonas Kremer, CEO von citkar.

21.03.2019
Jonas Kremer - CEO und Gründer von citkar
Foto: Jonas Kremer, CEO von citkar

Können Sie uns heute schon verraten, was Sie auf der micromobility expo zeigen werden bzw. wo werden Sie Ihren Schwerpunkt legen?

"Die micromobility expo passt auf citkar wie keine zweite Veranstaltung. Denn eines steht für uns fest: Die Zukunft, von der so gerne geredet wird, ist längst da. Unabhängig von Debatten über stetig steigende Luftverschmutzung und damit einhergehende Fahrverbote, stehen wir fast nur noch im Stau oder finden keinen Parkplatz. Das sind Probleme, die sich durch steigenden Individualverkehr verschärft haben und die urbanen Verkehrsströme zum Kollabieren bringen. Die Art und Weise wie wir uns bewegen, muss und wird sich verändern und das nicht erst in ein paar Jahrzehnten, sondern jetzt. Aufgrund dieses Veränderungsdrucks haben wir bei citkar den Loadster entwickelt, den wir gern auf der micromobility expo präsentieren möchten. Der Loadster ist das erste E-Cargo-Bike, welches einen Caddy ersetzen kann. Er ist wettergeschützt dank Chassis und ist für die Nutzung auf dem Fahrradweg zugelassen. Zudem verfügt er über den weltweit ersten kettenlosen Motor und hat eine außergewöhnlich gute Federung, welche Fahrer und Transportware schützt."

Was sind die aktuellen Herausforderungen der Branche bzw. der Micromobilität? Was bedeutet dies für Ihr Unternehmen?

"Gesellschaftlich ist der Wandel vor dem wir stehen eine große Herausforderung. Die Akzeptanz, im Individualverkehr umzudenken, ist noch nicht so groß wie sie sein sollte, um auch die notwendige Infrastruktur schaffen zu können. Wir stehen also gerade argumentativ noch am Anfang und müssen den Menschen auf der einen Seite den großen Nutzen dieser Verkehrswende vermitteln, als auch ihnen die Angst davor nehmen, individuelle Freiheit einzubüßen. Wir glauben, dass nachhaltige Veränderung nur durch positive Beispiele, die überzeugen und zum Ändern anregen, zu erreichen sind. Der Loadster ist so ein positives Beispiel für diese Operation am offenen Herzen. Durch das Feedback aus diversen Live-Testphasen, den regelmäßigen Probefahrtevents in Berlin und auf den Messen deutschlandweit haben wir viele Anregungen übernommen, die in das Endprodukt mit eingeflossen sind. Auch von der micromobility erhoffen wir uns wieder zahlreiches Feedback. Wir nehmen den Bedarf und die Erfahrungen unserer Nutzer ernst und haben so zum Beispiel die Transportbox noch einmal vergrößert, um genau das Produkt zu entwickeln, das der Markt braucht. Den technischen Herausforderungen in der E-Mobility begegnen wir mit dem weltweit ersten kettenlosen Antrieb und modernsten Akkus für 100km bzw. 200 km Reichweite – für ein Fahrrad wohlgemerkt. Gerade bei e-Bikes kommt dann auch noch die Wartungsanfälligkeit des Antriebs dazu. Hier setzen wir auf hoch belastbare Bauteile, z.B. aus der Motorrad-Branche, und werden zudem ein deutschlandweites Service-Netz anbieten können."

Zukunftsfähige Mobilitätslösungen: Wie werden/können die kleinen elektrischen Leichtfahrzeuge die Verkehrswelt verändern?

"Wir glauben daran, dass die Lösung unserer Verkehrsprobleme sowohl in elektrischen Leichtfahrzeugen, als auch in überzeugenden Angeboten jenseits des Individualverkehrs liegt. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs wird gerade für private Nutzer Vorteile bringen und könnte die Antwort auf das tägliche Pendlerproblem von Metropolregionen sein. Ein Blick nach Asien reicht aus, um sich vorstellen zu können, was auch in Deutschland möglich wäre. Aber auch die Infrastruktur wie in Amsterdam, Oslo oder Madrid kann wegweisend sein. Unser Wohlstand und unser eigenes Konsumverhalten allerdings haben auch zu einem starken Anwachsen gewerblichen Verkehrs geführt. Hier heißt für uns der Schlüssel Micromobility. Gewerbliche Anbieter stehen immer häufiger sowohl vor dem Problem nicht mehr durch verstopfte Innenstädte zu kommen und in neue Abgastechniken investieren zu müssen, als auch kein Personal für die Auslieferung zu finden. Gerade hier schließen E-Lastenräder eine Lücke und lösen gleich drei Fragen auf einmal: sie werden zukunftsfähig angetrieben, kommen überall hin und dürfen von jedem gefahren werden. Dazu sind sie auch noch kostengünstiger in der Anschaffung und dem Unterhalt als ein KFZ. Und Spaß machen sie auch noch: mit dem Loadster wollte bisher noch jeder fahren."